Dr. Thomas Naujokat

Psychotherapie

Einsicht, Tiefung und verändertes Handeln verbinden

Der Anfang

Kommt ein Mensch mit seinen Problemen zum ersten Mal in meine Praxis, fordere ich ihn oder sie auf, von sich und der aktuellen Situation zu erzählen. Es gibt immer noch eine andere Geschichte hinter den Schwierigkeiten und Symptomen, eine neue und ungewohnte Perspektive, etwas Noch-nicht-aussprechbares. Schon in der ersten Sitzung versuche ich, einen Teil davon zu erfassen. Denn wenn das gelingt, tritt sofort eine Veränderung ein, die die Menschen dann mitnehmen können, ein neuer Gedanke, ein verändertes Gefühl, unerwartete Hoffnung. Eine Verbindung zwischen dem Menschen und mir, die mit etwas Glück die Basis eines tragfähigen Arbeitsbündnis bilden wird in den kommenden Monaten (und Jahren).


Die "therapeutische" Beziehung

Ich arbeite seit 20 Jahren als Heilpraktiker für Psychotherapie und wage eine generalisierende Schlussfolgerung aus dieser Zeit: Eine Psychotherapie ist im Kern die Begegnung zweier Menschen und keineswegs die „Behandlung“ eines „Patienten“ wie bei einer körperlichen Erkrankung. Eine Psychotherapie wird getragen von der unbewussten emotionalen Schwingung zwischen Psychotherapeuten und Klienten.

Ich betone das, weil sich diese Schwingung nur begrenzt „erarbeiten“, simulieren oder durch eine „Methode“ ersetzen lässt. Allerdings kann sie in einer psychotherapeutischen Situation offen angesprochen werden. Therapeut und Klient reflektieren das, was zwischen ihnen passiert. Hier hat der Therapeut die Verantwortung für einen offenen, nicht wertenden Prozess von gemeinsamer Beobachtung und Verstehen. Das kann die anfängliche Beziehung durchaus verändern. Generell aber gilt, erst auf der Grundlage einer stabilisierten hoffnungsgetragenen Schwingung kann die professionelle Erfahrung und das methodische Handwerkszeug eines Psychotherapeuten eine positive Wirkung entfalten.


Meine Haltung

Meine wichtigsten Instrumente sind meine Bereitschaft, mit allen Sinnen zuzuhören, mein Bemühen, offen und neugierig zu bleiben und mein aus Erfahrung geschärftes Gespür für das bisher unausgesprochene Offensichtliche. Oft bin ich der „Anwalt" eines Persönlichkeitsanteils, der (zu) lange schweigen musste. Und immer nehme ich den Anteil ernst, der zu mir und jeder Veränderung NEIN sagt, weil er fest überzeugt ist, dass alles nur noch schlimmer werden kann.


Der Weg zu einer wirklichen Veränderung

Ganz bewusst komme ich erst an dieser Stelle auf das thera­peutische Handwerkszeug zu sprechen. Der Anteil, den therapeutische Methoden an der Wirksamkeit einer Psychotherapie haben, wird häufig überschätzt. Das zeigen auch anerkannte wissenschaftliche Studien zu diesen Themen (Ausnahme: Phobien). Allerdings ist es gerade deshalb sehr wichtig, methodisch vielfältig arbeiten zu können. Menschen sind verschieden und brauchen unterschiedliche Angebote. Näheres zu meinem methodischen Spektrum finden Sie auf der Seite "Methoden".

Eine Methode kann Halt geben, eine therapeutische Situation strukturieren, aber auch einengen und entfremden. Vertrauen, Offenheit und Empathie sind wichtig, um die passenden Methoden in der richtigen Dosierung einzusetzen.


Formate, in denen ich Psychotherapie anbiete

Einzeltherapie
Paartherapie und -gespräche
Familiengespräche


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